
Was echte Fotos kosten, was ihr bekommt, wie das hier läuft.
Die Website ist noch nicht ganz fertig. Gerade haben die Shootings Vorrang – so soll es sein.
Schau doch bald wieder rein. Und wenn du nicht warten willst:
Pakete & Preise: Was ihr bekommt und was es kostet
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Mein Prozess: Von Hallo zu Fotos
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Mein Ansatz: Nah dran, nicht drüber.
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Meine Selbstverpflichtung: Bilder und Daten von euch im Internet
Warum mir das Thema nicht egal ist
Kinderfotos im Netz, Bildrechte, persönliche Daten – die meisten Familien, mit denen ich arbeite, spüren bei diesen Themen ein diffuses Unbehagen. Selten wissen sie genau, wovor sie sich eigentlich schützen wollen. Kein Wunder, denn die Debatte wird zwar laut, aber oft ungenau geführt. Und hält selten nähere Erklärungen und neutrale Einordnungen bereit. Schluss mit dem Wischiwaschi.
Ich habe selbst ein Kind. Und ich fotografiere Familien mit Kindern. Beides zusammen bedeutet, dass ich diese sensiblen Bereiche nicht wegdelegieren kann, weder an einen Disclaimer noch an ein Häkchen im Vertrag. Was hier steht, tue ich wirklich. Weil ich es muss, um euer Vertrauen zu verdienen. Und weil ich es will.
Wie ich mit Bildern von euch im Netz umgehe
Anmerkung vorweg: Kinderbilder anonymisiere ich standardmäßig, denn Kinder können nicht selbst entscheiden, was von ihnen im Netz landet. Aber auch für Erwachsene gilt: Wer aus persönlichen Gründen nicht erkennbar sein möchte, bekommt dieselbe Option. Kein Drumherum, keine Erklärung nötig.
Was tatsächlich riskant ist
Nicht das Gesicht allein ist das Problem. Das eigentliche Risiko entsteht aus der Kombination Gesicht plus Kontext. Ein Foto mit Name, Stadtteil, Schule oder Alter in der Caption lässt sich zu einem Profil zusammensetzen. Ohne diese Informationen ist dasselbe Bild erheblich weniger angreifbar. [Quelle 1]
Konkrete Gefahren, die gut belegt sind: Menschen mit kriminellen Absichten gegenüber Kindern sammeln Bilder aus öffentlichen Profilen, auch unauffällige Alltagsfotos. Deepfake-Technologie macht es möglich, aus Fotos mit erkennbaren Gesichtern sexualisierte Inhalte zu erzeugen. Beides ist heute technisch real. [Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4]
Was oft überschätzt wird: Cyber-Grooming betrifft vor allem ältere Kinder, die selbst online aktiv sind, nicht Kleinkinder auf Fotograf:innen-Websites. Identitätsdiebstahl durch Gesichtserkennung ist bei Kleinkindern aktuell wenig praktisch relevant, weil ihr digitaler Fußabdruck meist noch klein ist.
Was ich tue und warum
Der Vollständigkeit halber vorweg: Alles hier Besprochene gilt in erster Linie für Kinder – und auf euren Wunsch genauso für Erwachsene. Die Risiken sind andere, die Logik dieselbe [Quelle 5]. Es geht um euch, ihr entscheidet.
Wo immer möglich, wähle ich Bilder ohne erkennbare Kindergesichter: Momente, die ohne Gesicht erzählen, wie Rückenaufnahmen oder Detailansichten. Wo der Gesichtsausdruck das Bild ausmacht oder ich aus anderen Gründen nicht auf ein faceless Bild zurückgreifen möchte, decke ich die obere Gesichtshälfte von Kindern mit einem vollflächig deckenden, opaken Element ab. Das ist kein kosmetischer Eingriff, sondern eine technische Entscheidung: Weichzeichner und Emojis können unter bestimmten Voraussetzungen wieder entfernt werden. Ein opakes Element nicht, denn die Pixel darunter sind vollständig ersetzt, nicht überlagert [Quelle 6].
Warum nicht das ganze Gesicht? Gesichtserkennung arbeitet primär mit Augenabstand, Augenform und Nasen-Mund-Relation [Quelle 7]. Ohne diese Merkmalskombination bricht die Erkennung in gängigen Algorithmen zusammen. Mund und Kinn – also Lachen, Weinen, dieser eine besondere Ausdruck – belasse ich sichtbar. Das ist ein technisch begründeter, bewusster Kompromiss.
Warum auf der Website genauso wie auf Instagram? Die verbreitete Annahme, dass Instagram gefährlicher ist als eine eigene Website, stimmt nicht. Website-Bilder sind ohne Login zugänglich, von Suchmaschinen indexiert und für automatisiertes Abgreifen leichter erreichbar. Die Risiken sind vergleichbar, deshalb gibt es bei mir keinen Unterschied.
Zusätzlich veröffentliche ich in Bildunterschriften und -beschreibungen keine Namen, Stadtteile, Kitas oder Altersangaben. Und ich verzichte auf Bilder, die euren Wohnort identifizierbar machen. So bleibt der Kontext draußen. Grundsätzlich erfasse ich personenbezogene Daten wie Namen, Adresse & Co. ausschließlich, um Shooting und Drumherum zu organisieren.
Dafür, wie ein Bild veröffentlicht wird, steht dieser Standard. Immer. Ob es veröffentlicht werden darf, entscheidet ihr. Bei jüngeren Kindern entscheiden nur die Erziehungsberechtigten. Ab 14 Jahren ist ihre ausdrückliche Einwilligung zur Veröffentlichung rechtlich erforderlich. Ich nehme das ernst. [Quelle 8]
Was ihr selbst in der Hand habt
Kinder haben Persönlichkeitsrechte. Bezieht sie darum so früh wie möglich in Entscheidungen über ihre Bilder ein, auch lange bevor sie selbst online aktiv sind. Fragt sie ob es okay ist, dass ihr sie fotografiert oder filmt. Und respektiert ihre Antwort. Das stärkt ihre Autonomie und ihren eigenen Umgang mit dem digitalen Raum.
Teilt Fotos nur mit Menschen denen ihr wirklich vertraut. Auch private Profile auf Instagram sind nicht so geschlossen wie sie wirken – Privatsphäre-Einstellungen ändern sich bei Updates oft unbemerkt. Es lohnt sich, sie regelmäßig zu prüfen. [Quelle 9]
Für sensible Kommunikation empfehle ich Signal – Ende-zu-Ende-verschlüsselt, ohne Werbung, ohne Datenweitergabe, ohne Metadaten-Sammlung. Der Goldstandard unter den Messengern, kostenlos und für alle verfügbar. [Quelle 10]
Wie ich mit euren Bildern und persönlichen Daten umgehe, steht in meinem Dienstleistungsvertrag und in den Datenschutz & AGB. Beides ist so formuliert, dass ihr es auch lesen könnt.