Über mich

47 Bälle, Trinkflasche vergessen, Kamera dabei

Ich bin Dompteurin zwischen Autonomiephase und Wackelzahnpubertät. Jongliere Krokodilstränen, Wäscheberge, Steuerkram. Vergesse die Trinkflasche, denke an das Lieblingsirgendwas.
Und ich fotografiere – irgendwie schon immer.

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ulrike12

Dann kam das Kind. Seitdem ist mein Leben eng und weit zugleich. Und zwischen Tragen und zu klein gewordenen Bodys hat sich mein Fokus verschoben. Ich lernte, das Licht in unserer dunklen Wohnung zu lesen, die Bewegungen meines daueraktiven Babys einzufangen, meiner Kamera zu trauen.

Und irgendwann auch mir selbst – als Care-Person, die gleichzeitig zu viel will und zu wenig schläft. Der beim Versuch, Elternteil, Frau, Partnerin und Was-nicht-noch-alles zu sein, die Luft knapp wird. Weil ich dabei noch cool bleiben, gut aussehen und nicht zu viel aufs Handy gucken soll. Möge die Macht mit mir sein.

Ich meistere ihn bis heute nicht, den Erwartungseiertanz, und trete trotzdem jeden Morgen wieder an. Über all das zu sprechen, offen und ohne Urteil, war für mich lange nur ein Instinkt, um irgendwie klarzukommen. Jetzt ist es meine Arbeitsgrundlage: Weil echte Fotos nur entstehen, wenn die Person hinter der Kamera versteht, was davor abgeht.

Einander ist alles, was wir haben. Das ist keine Phrase, das ist der Grund, warum ich euch fotografiere – in Berlin und wo ihr sonst seid. Besonders die, die in Hochglanz-Katalogen nicht vorkommen. Wer sich in der Familienfotografie bisher nicht wiedergefunden hat, ist bei mir richtig. Damit ihr das, was zwischen euch passiert, festhalten könnt. Die Krokodilstränen, die Wäscheberge, das Lieblingsirgendwas. Und dass ihr euch habt.

Klingt das nach euch? Dann los – direkt buchen.
O
der erstmal zehn Minuten Bildschirm an Bildschirm. Spätestens dann wissen wir, ob der Funke überspringt.

Zu meinem Sohn sage ich oft: Wir sind Menschen, wir machen Fehler. Das gilt auch für mich als Fotografin.
Wenn meine blinden Flecken euch wehtun, sagt es mir.
Ich höre zu.